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Foto: ©Constanze

„Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten…“

(Aus: „Herbst“ von Rainer Maria Rilke)

~ Wenn Blätter fallen… ~

Es kommt die Zeit, wo jeder Baum sich neigt
und müd sich wendet jedes welke Blatt,
weh dem, der dann nichts Lichtes in sich hat
und etwas Leichtes, das ihn sacht erhebt
wie eine Feder, die im Sinken schwebt
aus Flügeln eines Engels, die sanft schwingen
und mächtig rauschen, wenn sie sich entfalten
in einem Überschwang, der stets neu trägt,
und nachts den Schimmer klarer Sterne halten
am weiten Himmel, dem sie still entfallen… –
sieh, diese Hand, die in der Erde gräbt
und in die Tiefen geht, bedächtig schweigt,
sie weiß, dass Lieder trostlos nur verhallen
an feinen Harfen, die zu schwer erklingen;
sie schmückt, in Liebe ewig gottgesandt,
so endlos nah und fern zugleich an Regung
der Schönheit Gärten mit des Herbstes Brand
und fühlt in jedem Blattfall nur Bewegung!

©Constanze

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