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Foto: ©Constanze

„Wie eine Julinacht will unser Leben
Traumbeladen seinen Reigen vollenden,
Träumen und heißen Erntefesten ergeben,
Kränze von Ähren und rotem Mohn in den Händen.“

(Aus: „Julikinder“ von Hermann Hesse)

 

~ Von Ähren und Träumen…~

Schon immer hielt ich gern Mohn in den Händen
und liebte dieses so leichte Verschwenden
von flackernder Glut, die dem Wind sich ergibt,
Erfüllung, die stets an ein Enden sich schmiegt.

Vielleicht liegt‘s daran, dass im Winter ich kam
mit erstem Erblühen, an Sehnsucht gebunden,
geboren in zaghaften, dürftigen Stunden,
ein Fühlen, das niemals die Schwere mir nahm.

Und dennoch getragen von milderen Lüften
des nahenden Frühlings mit all seinen Düften
vom Veilchen zartblau bis zum weißen Jasmin
und Blüten tiefrot, die dem Juli entfliehn…

Fliehn in den Feldern, nichts bleibt in der Hand –
winde den Kranz aus Ähren und Träumen,
nimmer wirst du die Ernte versäumen,
wenn du sie hinstreust aufs sterbende Land…

©Constanze

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