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Foto: Constanze

Foto: ©Constanze

~ Novemberblüten ~

Du weißt, der Nebel legt sich trübe, dicht und schwer,
zuweilen wie ein bleiches Tuch auf Blumen,
die noch in Herbstes Wiesen wogen
und kraftvoll sind und keine letzten Krumen
verdorrten Grüns, das müde sich ergibt,
in kalten Nächten trostlos dann erliegt,
gestrandet, raureifüberzogen;
als ob sie nichts von Licht und Leben wüssten
– sie spürn den Sommer auch an Winterküsten,
sind selbst Erinnerung an Sonne, Wind und Meer.

Sie lieben dieses Sein, sie lieben es so sehr,
als dass sie’s lassen könnten und verwehen
im Wellengang, in grauen Tagen,
sie wanken durch Gezeiten zwar, doch stehen
verankert wie ein Mast auf einem Kahn,
der seine Richtung kennt und seine Bahn,
die Halme bersten nicht, sie tragen
die Sehnsucht stets nach neuem Frühlingswecken
und tauchen auf und strecken sich durch Decken
mit Blühn zum Lichte hin trotz aller Daseinszehr!

©Constanze

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