Schlagwörter

, , , , , , , , , , ,

Foto: Wolfregen

Foto: ©Constanze

Altes Schloss im November

Noch immer führt zu ihm die Baumallee
Und seitwärts liegt noch immer still der See,
Nur ein paar Enten schwimmen noch darauf
Und hin und wieder tauchen Fische auf.

Durch kahle Bäume ist das Schloss zu sehn:
Die große Turmuhr blieb vor Jahren stehn,
Verwittert sind die Stuckfassaden stark
Wie die Figuren im verwaisten Park.

Noch trauriger und leerer scheint es jetzt,
Wenn sich der Nebel in die Gärten setzt,
Die letzten Rosen wirken arm darin
Und jede Schönheit stirbt verwelkt dahin.

Und mit dem Abend schwindet auch das Licht,
Sah man hier einmal schöne Menschen nicht?
Im Saal des Schlosses wurde dann getanzt –
Heut liegen Teppiche, die sind zerfranst…

Nacht, wirf herab dein schwarzes Sternenkleid,
Weint, Kerzen, die ihr am Erlöschen seid!
Durchs ganze Haus gehn Schatten und Verfall,
Kein blinder Spiegel sieht mehr einen Ball.

©Wolfregen

Advertisements