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Foto: Wolfregen

Foto: ©Wolfregen

An Christine A.

Das Leben, wie geht es so schnell vorbei,
Ich wollte, es wäre noch immer Mai:
Der Sommer, der weite, fing an von vorn,
Christine, warum bist nicht Bäurin wor‘n?

Der Hund liegt noch immer im Hüttchen wach,
Es laufen dir Kinder und Katzen nach,
Dir Blumen gedeihen und Gartenwerk,
Der glücklichste Weg führt zum Braunenberg.

Der Sommer bringt Kirschen, der Winter Schnee,
Wie tut uns verlorene Liebe weh;
Das Laub von den Büschen und Bäumen schwand
Und doch bleibt es ein und dasselbe Land.

Am Wegkreuz im Felde, da stand ein Reim,
Die Tiere, die finden von selber heim;
Wir gehen nach draußen und suchen ’s Glück
Und kommen mit blutendem Herz zurück.

Im Rückblick vermischen sich Leid und Lust,
Hat eines vom andern auch nichts gewusst,
Wir tragen die Sehnsucht an jeden Ort
Und glauben, was hier nicht, das wäre dort.

Die Vögelein singen am kahlen Ast,
Der Maulwurf, er gräbt ohne Ruh und Rast,
Die Katze, sie dreht sich im Sonnenschein –
Muss alles ein großes Geheimnis sein…

©Wolfregen

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