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Foto: Vassil, Détail du tombeau baroque à l'abside de l'église Notre-Dame de Courtrai : allégorie de la mort, Quelle: commons.wikimedia.org

Foto: ©Vassil, Notre-Dame de Courtrai: allégorie de la mort, Quelle: commons.wikimedia.org

Der Tod

Er hat sein schwarzes Banner aufgepflanzt
Und seht doch, wie er fiedelnd lacht und tanzt,
Ratlosigkeit und Zwist brüllt um ihn her:
Das Elend wächst, es gibt kein Halten mehr!
Sein Stundenglas, er hat es längst zerschlagen,
Er wetzt die Hippe schon für all die Plagen…

Der Krieg zieht fremde Heere in das Land,
Die Seuchen folgen, schonen keinen Stand,
Sind kahl die Äcker, wird der Hunger groß:
Dann gnad uns Gott, dann bricht die Viehheit los!
Umsonst ertönen Kirchenspiel und Glocken,
Herunterstürzt, was brennbar ist und trocken.

Bald türmen sich die Leichen nackt und bleich,
Der Tod geht fiedelnd durch sein schwarzes Reich,
Not, Jammer, Schmerz verhallen ungehört:
Kein Retter, der ihn bei der Arbeit stört!
Die Nacht allein verströmt ein wenig Gnaden
Und deckt den Anblick mit des Nebels Schwaden…

©Wolfregen

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