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Gustave Moreau: The Voices (1867)

Gustave Moreau: The Voices (1867)

Engelworte

Für dich möcht ich ein Engel sein, der spricht
nur lichte Worte in dein Angesicht,
vom Himmel mir gesandte Sternenfunken
trag ich zu dir ins Dasein, sehnsuchtstrunken.

Ach, Sternenworte, Liebe, stille Stund –
der Mond küsst innig uns den blauen Grund,
wenn Flämmchen tausendfach im Herzall glimmen,
den tiefen See der Seele mild uns stimmen.

Kein düstrer Satz mehr und wir eng verbunden,
das Universum hab ich neu erfunden,
wo Nächte hell und Schimmerspiele sind
von Silberstaub und Silbenhauch im Wind.

Und zart umwölkt erheben wir die Schwingen,
ich liebe es, gleich einem Kind zu singen,
ganz im Gefühl, mit Leidenschaft der Mund
des Wesens, das beflügeln will den Bund.

Dein sanftes Lächeln macht mich froh, gesund,
am Glanz der Klänge wird uns Trübsal schwinden,
im Spracherblassen und im Alltagsrund
schwingt Poesie, wenn wir uns wiederfinden!

©Constanze

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