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Foto: Wolfregen

Foto: ©Wolfregen

Vom Gang aller Dinge

Was hängst du, Mensch, an Dingen sehr
Und gibst ein Spielzeug ungern her,
Das du geliehn bekommen?
Man gab es dir auf kurze Zeit,
Nun weinest du in bittrem Leid –
Es wird dir doch genommen!

Der Abend kommt mit wehem Rot,
Was heute lebt, ist morgen tot,
Die Sonne geht schnell unter…
Was hältst du an dem Kleinsten fest?
Lass los, was sich nicht binden lässt,
Ein Herbstblatt liegt darunter.

Ein Feld, als ob es endlos wär:
Im Winter steht kein Blümlein mehr,
Ist alles kahl vom Pflügen;
Dich freut des Lebens Tageslicht,
Du weißt dich auf dem Acker nicht
Und tanzest mit Vergnügen.

Dann wird es Nacht, die Tänzer gehn,
Du kannst die vielen Gräber sehn,
Liest wohlvertraute Namen,
Bald trittst du an den letzten Stein,
Man meißelt deinen eignen ein
Und spricht ein leises Amen…

©Wolfregen

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