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Foto: Constanze

Foto: ©Constanze

Schwanenklang

Du bist der Edle aus dem Sehnsuchtsland,
trägst ewiglich dein lichtes Festgewand
aus Schönheit und so voller Anmut, Leben
und leis des Wegs zu ziehn, scheint dein Bestreben.

Und in den Wassern gleicht dies sanfte Gleiten
dem meines Schwebens in den Frühlingsweiten,
ein Traum von Himmeln, hoffnungsblauer See
der Seele ohne Grenzen, Ach und Weh.

Doch manchmal scheint mir jener stille Zug
auch ein Dahingehn ohne Kraft und Flug,
der Glanz hinfort in Lethes dunklen Tiefen,
vergessene Momente, eh sie riefen.

Du schweigst und faltest sacht die weißen Schwingen,
bist nur ein Engel im Vorübersingen,
kaum hörbar je und eh ich dich nur sah,
bist du auch schon entschwunden aus dem Nah.

Zurück bleibt eine feine Spur im Gang
der leichten Welle und dein Schwanenklang:
geheimnisvoller Ton mit süßen Schmerzen
und schlafender zugleich im wachen Herzen.

©Constanze

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