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Foto: Bundesarchiv, Bild 183-23348-0002 / CC-BY-SA, Quelle: commons.wikimedia.org

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-23348-0002 / CC-BY-SA, Quelle: commons.wikimedia.org

Glück im Unglück

Der Malte war ein Bauersmann,
Den nichts so leicht erschüttern kann,
Im Wirtshaus saß er jeden Tag
Und harrte, was da kommen mag:
Die ganze Ernte ist hinüber!
Dann kann ich ausruhn, ist mir lieber…

Die Trude ist auf und davon!
Das spart mir eine Mahlzeit schon…
Die Scheune brennt grad lichterloh!
Sie war uralt, was bin ich froh…
Das Feuer greift schon nach den Ställen!
Mag sich das Haupthaus zugesellen…

Der Frieder hat sich aufgehängt
Und Großmutter im Hof ertränkt!
Haha, mein Blatt ist gut und sticht’s,
Kein Erbe für den Taugenichts –
Erlöst bin ich von diesem Haufen,
Schenk ein, den Rest will ich versaufen…

©Wolfregen

PS: Der freundliche Mann auf dem Bild oben, dessen Gesicht so viel Witz, Hintersinn und Bauernschläue ausstrahlt, ist mit Malte nicht identisch.

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