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Foto: Constanze

Foto: ©Constanze

Rosen für Rilke

Über deiner Erde, deinen Worten,
dem Gesang deiner Saiten an Orten
der Stille scheinen sie zu lauschen,
gleichsam sanft zu ruhn und zu rauschen.

O, wie sie sich zärtlich verneigen,
wie sie sich zeigen in Anmut, sehr fein,
ein reines Aufgehn und Hinwehn im Sein –
unsagbar schön, liebliches Schweigen!

Rundum reiches, gleiches Erwecken
in Decken, scheu müdes Verstecken,
in sich geschlossnes Erblühn von Augen,
Nektar des Lichts versunken sie saugen.

Schlummer, ewig, entblättert in Zweigen,
Dornröschenschlaf hunderter Lider,
in Träumen erwachen sie wieder,
seidene Seelen, inniger Reigen.

Und im Vergehn erstehn sie im Duft,
himmlisch beflügelt, süß küssend den Grund,
entziehen den Geist einsam der Gruft,
spürbar die Nähe und Ferne im Bund.

Verströmen, binden sich, atmen dich ein,
endlos bewegt, unendlich in Ruh,
verwoben mit dir im heiligen Hain –
Wort um Wort Leben, Tod immerzu…

©Constanze

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