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Foto: Constanze

Foto: ©Constanze

Am Fenster

Ich seh dir nach, wenn du nach draußen gehst,
Und winke kurz, wenn du dich zu mir drehst,
Du lächelst her mit liebevollem Blick,
Dann sag ich leis: komm mir gesund zurück.

Und denke doch, was ist, wenn’s anders wär:
Kein Wiedersehn und auch kein Abschied mehr,
Wenn dieser Gruß der flüchtig letzte ist
Und du danach spurlos verschwunden bist!

Ich suchte dich laut rufend in der Stadt
Und blieb es stumm, verteilt ich Blatt um Blatt
Und hängte mir noch um den Hals ein Schild:
Dein Name drauf und lebensgroß dein Bild.

Wer weiß von dir? Sie hatte Schönes an…
Nicht, Kinder, starrt auf den verstörten Mann!
Sie gehn vorbei, verdrehn die Köpfe nur,
Die Antwort fehlt und weiter jede Spur.

Ich ginge so allein von Ort zu Ort,
Von Bahnhof hier zu tristem Bahnhof dort,
Nicht kehrt ich heim, zurück ins leere Haus,
Denn alles Glück, das ging mit dir hinaus.

©Wolfregen

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