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Evelyn De Morgan: Night and Sleep (1878)

Evelyn De Morgan: Night and Sleep (1878)

Ein lichtes Wehn

Du schläfst und atmest leise neben mir
und Lüfte, Wellen wiegen sanft in dir
an fernen Küsten deiner stillen Träume,
allein durchflutest du die Seelenräume.

Und ich so nah und doch in andren Zeiten,
ein Vorgefühl von Todesbrandung, Gleiten,
doch dein Gesicht ruht schwerelos und mild,
es schimmert Glück in deiner Züge Bild.

Vielleicht hast du gerade zärtlich, sacht
im Traum den Arm um mich gelegt, gelacht,
und beide haben wir das Meer gesehen
in Liebe grenzenlos und im Verstehen.

Und spürten, wenn wir einst den Weg beschreiten,
die Segel setzen in die Jenseitsweiten,
nie einsam werden wir im Dunkeln flehn,
denn Engel schenkten uns ein lichtes Wehn.

©Constanze

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