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Kreise ziehen..., Foto: Cornerstone / pixelio.de

Kreise ziehen…, Foto: ©Cornerstone / pixelio.de

Spiegel, Schatten und Träume

In Träumen spüren wir’s
Und manchmal an den Dingen,
In einer fernen, fremden Stadt,
Am Wasser, in den Ringen:

Die Hand warf ihn gedankenlos hinein,
Zum Grunde sinkt der ahnungslose Stein,
Die Spiegelfläche bricht in runde Wellen,
Die größer werden, bis sie sanft zerschellen.

Die alte Ruhe stellt sich wieder ein
Und wartet schwankend noch auf festes Sein.
Vom Einwurf weg nach außen ziehen Kreise,
Nun seh ich Formen wieder in gewohnter Weise.

Ich spür’s in Gassen, hör’s am Abend mit den Glocken,
Die Wolken tragen’s fort – lang blieb es trocken
Und Schwalben fliegen niedrig um den Turm,
Erwarten unruhig segelnd einen Sturm.

Der Alp steht da im plötzlichen Erwachen.
Ich dreh mich um, wenn Greise närrisch lachen;
Die Farbe flieht, der Eindruck bleibt bestehn:
Denn Schatten sind’s, die ständig mit uns gehn.

Zu tief ist das Gewässer!
Es blendet uns das Tageslicht,
Zur Dämmrung sehn wir besser –
Doch auf den Grund noch nicht.

©Wolfregen

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