Schlagwörter

, , , , , , , , ,

Günter Havlena / pixelio.de

Foto: ©Günter Havlena / pixelio.de

Sommernacht

Erinnerst du dich noch an jene Sommernacht?
Die Luft blieb warm, ein kühler Wind blies sanft und sacht,
Das nahe Zirpen einer Grille nur im Ohr,
Trat aus der fernen Wolke hell der Mond hervor.
An einem Feldkreuz saßen wir lang Hand in Hand
Und sahen schweigend übers schimmernd schöne Land.

Ich sah dich an, wohl heimlich von der Seite,
Ein Engel schienst du mir, nicht irdisch mehr,
Dein traurig schöner Blick fiel in die Weite
Und war doch geisterfüllt, verzaubert sehr.

Das fahle Mondlicht bleichte Stirn und Wangen,
Ich wollt sie küssen, tat’s aus Zartheit nicht:
Was störst du ihren Traum, dacht ich befangen,
Ein Elf ist’s, der verborgen zu ihr spricht.

Geliebte Seele, flieh das Tagbanale, träum…
Der Schönheit müde gingen wir gesättigt heim.
Wärst du nicht mehr, im Schmerz dorthin kehrt ich zurück,
Dort müsst noch etwas sein, von dir und mir ein Stück:
Die Stille, die wir spürten, süß und stumm ein Wort –
Der Liebe Zauberkleid trägt keine Zeit ganz fort.

©Wolfregen

Advertisements