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Gewitter über Venedig, Foto: Constanze

Gewitter über Venedig, Foto: ©Constanze

Venedig

Dein Name allein lässt uns träumen:
Paläste, die Ufer ganz säumen,
Und Kirchen. Die Brücke hinüber
Zur Stadt, die auf Stelzen gebaut,
Ein reiches Jahrtausend schon über
Die stille Lagune dort schaut.
*
Venedig, du Stadt der Kanäle,
Der Gondeln und Masken, erzähle
Von Fächern, Musik, alter Zeit –
Jetzt schweigst du. Verhielt ich mich schnöde?
Du gibst dich so unnahbar spröde
In deinem barocksteifen Kleid!

Verstehe, es reizt deinen Adel,
Mit jedwedem Blick eine Nadel,
Kein Wort an den Fremden, den Gast.
Egal, Canal Grande mag stinken,
San Marco im Meere versinken,
Es reicht, dass du Einnahmen hast.
*
Ein Herr, nicht bekannt, lud zum Fest,
Ein Drittel der Bürger wollt kommen:
Verkleidet der Tod war’s, die Pest,
Hat alle zum Tanz mitgenommen
Hinaus durch die Nebel der Stadt –
’s kam keiner mehr, niemand wurd satt.

©Wolfregen

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