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Thomas Cooper Gotch: Monsigneur Love (1880)

Thomas Cooper Gotch: Monsigneur Love (1880)

Lieder der Liebe

Sieh nur, die Liebe ersteht,
so wunderschön rot, so zärtlich erglüht,
uns beide entzückt, dann entflieht
gleich der Rose, die welkt und in Nächten verblüht.

Doch bleibt ihr Geruch, der uns trägt,
den Äther hinab und hinauf,
flüstert und fleht er als süßer Hauch,
der uns schwindet, eh er verweht.

Und bricht sie herein, die zärtliche Zeit,
fühl sie und halt mich ganz fest,
wir beide sind Himmel und Erde zugleich
und das Licht des ewigen Scheins.

Noch schmeck ich den Kuss, ganz sachte, ganz leis,
– die Liebe soll immer so sein,
doch weiß ich genau, dies ist nur ein Blick,
vergangen und ewig in Eins.

So will ich schätzen auf immerdar
ein jegliches Liebes, du gibst,
Lieder der Liebe, ein Harfenton,
sing ich, so lange du lebst.

©Constanze

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