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Ernst Würtenberger: Wegkreuz an der Einfahrt zum Braunenberger Hof im Hegau (um 1920)

Ernst Würtenberger: Wegkreuz an der Einfahrt zum Braunenberger Hof im Hegau (um 1920)

Wegkreuz an der Einfahrt zum Braunenberger Hof heute, Foto: (c)Wolfregen

Wegkreuz an der Einfahrt zum Braunenberger Hof heute, Foto: ©Wolfregen

Das alte Kreuz vorm Braunenberger Hof

Am Weg, gleich hinterm Walde, da stand ein Kreuz aus Stein,
Ich wusst, sah ich’s von Weitem: jetzt bist du bald daheim.
Der Hof, er ist verschwunden, auch steht das Kreuz nicht mehr,
Es einmal noch zu sehen, was gäb ich dafür her!

Die Zeit, die ist vergangen, kein Wunsch bringt sie zurück,
Doch geh ich hier vorüber, beschleicht mich banges Glück.
Es teilten die Geschwister ihr Leid und kärglich Brot –
Die Mutter ist gestorben, dort war sie zu uns gut.

Der Sockel ist geblieben und weites, stummes Feld,
Es wächst das Korn wie immer, doch einer andern Welt.
Nun lass mich von hier gehen, so laut das Herz auch schreit,
Ich selbst werde vergehen und fühl doch Ewigkeit.

©Wolfregen

 

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