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Mein Zimmer: der Engel…

Des Nachts kam es hereingeschlichen
und schmiegte sich zu mir ins Kissen,
warm fühlt ich seinen Atem.
Ein Hauch von lichten Tüchern,
die den Körper streifen,
unendlich zart berührend mich ergreifen,
ein Luftstrich, der sehr kostbar war.
Nur hier gegeben und gewährt
und einzigartig groß genährt – nur mich,
hingebungsvoll in meinem Traum
in diesem stillen, dunklen Raum, –
des Wesens Antlitz sah ich nimmer.
Doch griff ich sacht nach seiner Hand
und hab geweint und hab erkannt,
sehr schmal und fein, zerbrechlich gar,
dass dies mein eigner Engel war.

©Constanze

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